Historie

Geschichte des Seehasen-Spielmannszug

1950 Der erste Präsident des Seehasenfest-Ausschusses, Dir. Konstantin Schmäh, gab Julius Lang den Auftrag für das neugegründete Heimatfest einen Spielmannszug aufzubauen. Julius Lang, gebürtiger Ravensburger, hatte beim dortigen Rutenfest schon Erfahrungen gesammelt. In den beiden Ravensburger Karl Bott und Eugen Frey wurden Ausbilder gefunden.

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1951 Bereits am Seehasenfest marschierten Trommler, 12 an der Zahl, als erster Friedrichshafener Seehasen-Spielmannszug. Die von OStr. Paul Schmidt und Stdr. Erich Deisel aus dem Graf Zeppelin-Gymnasium ausgesuchten Buben mit Tambourmajor Eberhard Sauter an der Spitze, konnten jedoch trotz fleißigen Übens noch nicht ganz allein auskommen: Ein paar Trommler wurden noch aus Ravensburg herangezogen. Das erste Kostüm: schwarze kurze Hosen, weiße Hemden. In dieser Form gab es den Spielmannszug auch noch im Jahre 1952.

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1953 Den Trommlern wurden Pfeifer zur Seite gestellt, und damit konnte nun richtig „der Marsch geblasen werden. Für die Proben mit den Pfeifern war vor allem Eugen Frey zuständig, während Karl Bott, in dessen Familie die Rutenfest-TrommlerTradition seit Jahrhundertbeginn blühte, die Trommler ausbildete, und neben dem Häfler Zug auch manch anderem Spielmannszug in Oberschwaben das Trommeln lehrte.

Dies war das erste Kostüm ab 1952

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1960 wurde auch der Spielmannszug neu eingekleidet.

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Das neue grüne Kostüm ab 1960

1960 Im gleichen Jahr wurden beim Spielmannszug auch die Signalhörner eingeführt. Diese Infanteriehörner in C, die nicht einfach zu spielen sind, bereicherten das Spiel des Spielmannszugs sehr vor allem halfen sie, das akustische Volumen des Spielmannszug aufzuwerten (nicht zuletzt gegenüber den Fanfarenzügen). Zunächst war geplant, daß jeder Pfeifer auch Horn spielen sollte, und die Hörner wurden nach und nach eine Art Markenzeichen des Spielmannszugs. Die ersten Hörnermärsche komponierte Erich Deisel.

Am 11. November 1961 fand die erste Jubiläumsfeier des Spielmannszuges statt. Gefeiert wurde das 10-Jährige Bestehen. Der „Südkurier“ und die „Schwäbische Zeitung“ berichten ausführlich über diese Feier, während der Gründer Julius Lang, die Ausbilder Karl Bott und Eugen Frei, sowie der ausscheidende Tambourmajor Siegfried Meinel zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden.

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Zum Seehasenfest 1970 wurden erstmals Fahnen geschwungen, und so das optische Bild aufgewertet.

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1971 Am 6. Juni 1971 fand die Hauptversammlung des Deutschen Albvereins in Friedrichshafen statt. Für den Seehasen-

Spielmannszug bedeutete diese Veranstaltung das Erleben von drei Premieren:

– Zum erstenmal spielten bei einem Auftritt des Spielmannszuges auch Mädchen mit, es waren die Trommlerinnen Ursula Reutter, Conny Thurau und Edith Muschel.

– Zum erstenmal seit Jahren spielte der Spielmannszug wieder bei einer Veranstaltung außerhalb des Seebasenfestes mit, und leitete damit eine große Entwicklung ein.

– Für den Pfeifer Roman Mangold war es außerdem der erste Auftritt als neuer Tambourmajor.

Das Seehasenfest 1979 und die Veranstaltungen in dieser Saison standen ganz unter dem Zeichen des 25-jährigen Jubiläums. Eigentlich hatte der Spielmannszug schon 1976 25 Jahre bestanden, doch damals hatte niemand daran gedacht. So feierten die „Grünen“ 1979 die 25. Wiederkehr des Jahres 1954, als sie zum erstenmal ein Kostüm bekommen hatten.

Seehasenfest 1984: Der SSZ ist 30 Jahre alt

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Am 27.9.86 registriert der Chronist bei einem Hock am See einen SSZ mit sehr gelichteten Reihen, die vorwiegend aus Mädchen bestehen. Es erklingt aber – ein alter Traum schon aus Zeiten um 1976/77 – zum ersten Mal in der Geschichte der SSZ-Musik: Eine Lyra !

Beim Seehasenfest 1987 präsentierte sich der Seehasen-Spielmannszug als sehr kleine, dafür aber musikalisch sehr gute Truppe. Knapp 15 Mann/Frau stark spielte der SSZ unter der Leitung von Bernd Frittrang.

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Anfang der 90er Jahre wurde es immer schwieriger Jugendliche für den Seehasen-Spielmannszug zu begeistern. So konnte einige Jahre keine Teilnahme am Seehasenfest erfolgen. Der SSZ hörte irgend wann auf zu existieren.

In dem Buch ;“Als der Seehas kam“ ; wurde der SSZ , da er nicht mehr auftrat, glatt vergessen!

1997 kam in der Bürgergarde der Gedanke auf, den Seehasen-Spielmannszug wieder neu aufzubauen.Am 21.April 1997 erfolgte der Aufruf zur ersten Probe. 6 Pfeifer und 6 Trommler hatten sich im Laufe der Zeit eingefunden. Das Eintrittsalter war ursprünglich zwischen 14 und 21 Jahren, wurde jedoch bald auf 8-10 Jahre vorverlegt.

Unter Führung von Kommandant Georg Pfleghar, wurde mit der Ausbildung begonnen. Otmar Knödler übernahm die Ausbildung der Flötenspieler, Klaus Österle die der Trommler. Nach kurzer Zeit waren 35 Jugendliche im Alter von 8 bis 20 Jahren beim SSZ.

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Durch die Unterstützung des Vorsitzenden des Seehasenfestpräsidium Walter Rehfuß, konnten neue Instrumente und neugestaltete Kostüme beschafft werden.

( Es gab nur ganz wenig alte Instrumente und Kostüme !)

Das überarbeitete Kostüm ist in den Grundzügen an den Entwurf von 1960 gehalten. Der Hut mit Feder, sowie die grün – weiße Jacke mit Stadtwappen wurde beibehalten. Einzige Änderung ist die Form der Hose, von der Pumphose mit weißer Strumpfhose zur Landsknechtshose mit weißen Kniestrümpfen.

In nur 6 Monaten konnte Dank der Begeisterung der Jugendlichen und viel Engagement der Mitglieder der Bürgergarde, der Seehasen-Spielmannszug in der jetzigen Form neu aufgebaut werden.

Ein erster öffentlicher Auftritt der „Grünen“ erfolgt am Tag der Garde am 4. Juli 1998. Unterstützt werden sie hierbei noch vom Hörner- und Tambourenzug. 26 Jugendliche stehen in dieser Zeit bei der Garde in der Ausbildung. Erster großer Auftritt ist vom 16. – 20. Juli 1998 beim 50. Seehasenfest.

Bei der Generalversammlung am 16.November 1998 wird der Seehasen-Spielmannszug nach einer Satzungsänderung offiziell Bestandteil der Bürgergarde. Einstimmig beschlossen die Mitglieder der Bürgergarde die Erweiterung des Paragraphen 1.

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Somit bilden die 35 Mitglieder des Seehasen-Spielmannszuges und ihr musikalischer Leiter Ottmar Knödler neben dem Tambourenzug, den Schützen, der Artillerie und Kavallerie eine weitere Abteilung der Bürgergarde.

Am 15.3.2004 wurde in einer Außerordentlichen Vollversammlung der Bürgergarde über das abtrennen des Spielmannszugs abgestimmt. Diesem ansinnen wurde einstimmig zugestimmt ! Wahlleiter hierbei war unser Präsident Helmut Wild.

Der SSZ ist seit diesem Zeitpunkt eigenständiges Mitglied der Narrenzunft Seegockel und sind hier die einzigen Ganzjahresnarren.

Mit eigenem, gewählten Vorstand geht man nun auf das Seehasenfest 2004 zu.

2008 – Der neue Seehasen-Spielmannszug wird 10 Jahre alt

2011 – Friedrichshafen wird 200 Jahre alt, –  der SSZ wird 60 !